Politik hat mich immer umgetrieben. Ich nehme meine Lebensumwelt ganzheitlich wahr, interessiere mich für Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen.

So definiere ich "Politik" auch in einem weiten Sinn: alles, was sich auf unser tägliches Leben auswirkt, ist Politik. Was wir tun wirkt sich ebenso aus wie das, was wir nicht tun. Ich mag komplexe Themengebiete, weil es spannend ist, mehrdimensional zu denken. Aber natürlich ist es auch anstrengend und unsicher, sich in entsprechenden Bereichen zu bewegen. Es braucht einen gewissen Mut und grundsätzlichen Antrieb, um sich von Fehlern, schlechten Entwicklungen oder Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Oder zumindest nach einer Entmutigung wieder aufzustehen.

Bis zu meinem 40. Lebensjahr blieb ich bewusst parteilos. Obwohl ich mich immer mit den Entwicklungen in der Gesellschaft, der Schweiz und der Welt als Ganzem auseinandergesetzt habe, wollte ich mich keiner Partei anschliessen. Zu differenziert denke ich über Vieles, und zu sehr schreckten mich Erfahrungen von Frauen in der Politik ab. Analyse und sich auch mal überzeugen lassen von einem anderen Standpunkt sind mir wichtig und in meinem Alltag üblich.


Parteibeitritt

Die vielfach prophezeite Wandlung von einer liberal-sozialdemokratischen Sichtweise hin zu einer konservativ-bürgerlichen Denkweise blieb trotz Verdoppelung des Alters aus. Und so fand ich mit rund 40 Jahren, dass es nun Zeit sei, Flagge zu zeigen. Denn die Entwicklungen der letzten Jahre in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik beunruhigen mich zutiefst. 

So bin ich der Partei beigetreten, welche meine Werte und Vorstellungen seit ich denken kann am besten abbildet: der SP. Die sozialdemokratische Partei steht ein für Solidarität, für Menschlichkeit und Gerechtigkeit. 


Erfahrung

Ich bin in einer kleinen Stadt "als Tochter des" Stadtschreibers aufgewachsen. Die erlebte Aussenwelt einerseits und die Art von "Innenansichten" andererseits haben mich von klein auf geprägt. So frage ich häufig nach Hintergründen, nach Warums. (weiteres folgt)


Themen

Gesundheit

Weil ohne Gesundheit (fast) alles nichts ist. Wir brauchen ein für das Gemeinwohl stehendes Gesundheitswesen. Weder Profite noch Profilierungen sind Sinn und Zweck der Krankenfürsorge. Sondern die Linderung von Gebrechen, das Heilen von Krankheiten und das Pflegen kranker Menschen.

Inklusion

Es widert mich an, wenn Arme schlechter umsorgt werden als Wohlhabende, wenn Menschen mit Behinderung als Kostenfaktor statt als gesellschaftliche Variante und Geflüchtete als Bedrohung gesehen werden. Wir müssen nicht gleich sein - das wird nie passieren. Aber fair. Menschlich. Das sollte drinliegen. Dafür kämpfe ich!

Wirtschaft

Weil die Ökonomie den Menschen dienen soll. Nicht umgekehrt. Weil es unternehmerische Freiheit, Risikobereitschaft und Regulierung braucht. Im verträglichen Miteinander. Gewinne sind etwas Gutes! Sie schaffen Arbeitsplätze, Perspektiven und ermöglichen Visionen. Wenn sie reinvestiert werden. Wenn sie ausgegeben werden. Wenn die Konzentration zu stark wird, braucht es Regeln. So wie aktuell!

Migration

Migrationsströme gab es schon immer. Heute gleicht die Schweiz, gleicht Europa einem Paradies. Vor hundert Jahren war das noch ganz anders. Die Schweiz war das Armenhaus Europas. Wir tun gut daran, uns der Geschichte zu erinnern. Und Lösungen zu suchen, welche menschlich sind. Und Perspektiven bieten.

Feminismus

Wir leben in der Welt der weissen alten Männer. Immer noch. Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten dank dem Kampf mutiger Vorkämpferinnen gebessert. Doch noch immer sind die Machtverhältnisse höchst ungleich verteilt. Noch immer spielt ein Geschlecht eine viel zu wichtige Rolle in vielen beruflichen, familiären, politischen und wirtschaftlichen Dingen. Übrigens gibt es mehrere Geschlechter!

Bildung

Bildung ist DER Rohstoff der Schweiz. Wir brauchen vielseitige Bildung, ein noch viel durchlässigeres Bildungssystem als heute und eine Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, welche Bildung fordert und fördert.